Verkehrszählung Stadt Solothurn 2025
Das Verkehrsaufkommen in der Stadt Solothurn wird an ausgewählten Knoten und Querschnitten alle 5 Jahre erhoben. Die städtische Verkehrszählung wird normalerweise gleichzeitig und koordiniert mit der kantonalen Verkehrszählung, meistens im Juni, durchgeführt.
Das Büro WAM betreut diese Erhebungen im Auftrag des Stadtbauamtes Solothurn seit 1995. So waren auch am 11. Juni 2025 an 50 Zählstellen auf dem Stadtgebiet rund 490 OberstufenschülerInnen im Einsatz.
Veränderung gegenüber 2020
Seit mehr als 15 Jahren (8. August 2008) ist im Raum Solothurn die Westtangente (Solothurn Entlastung West «SEW») in Betrieb. Diese Umfahrungsstrasse soll zusammen mit der Schliessung der Wengibrücke die Kernstadt und die angrenzenden Gebiete von Durchgangsverkehr entlasten und zudem im Westen der Stadt das Gebiet Obach/Mutten/Weitblick zweckmässig erschliessen.
Im Rahmen früherer Erhebungen konnten infolge der Westtangente entsprechende Entlastungseffekte und Verkehrsabnahmen auf den umliegenden Erschliessungsstrassen sowie Verkehrszunahmen auf den Zubringern festgestellt werden.
2025 hat die Verkehrsmenge auf dem Abschnitt der Westtangente nördlich des Tunnels im Vergleich zu 2020 mit rund 3% weniger Verkehr leicht abgenommen. Auch südlich des Tunnels – mit zwischen 20'300 und 25'000 Fahrten – hat die Anzahl Fahrzeuge bis zu 12% abgenommen.
Auf dem Strassennetz in der Weststadt ist 2025 gegenüber 2020 eine Verkehrsabnahme auf zahlreichen Querschnitten feststellbar. Die Werte an der Wildbachstrasse liegen bei der Einmündung in die Bielstrasse leicht tiefer als 2020, beim Kreisel Wildbach-/Allmendstrasse 6% tiefer als im Jahr 2020.
Langsamverkehr
2025 querten während 14 Stunden insgesamt rund 11'000 Zweiräder die 6 untersuchten Brücken. Dies entspricht gegenüber 2020 einer leichten Erhöhung um 6%. Während die Dreibeinskreuz-/Wengi- und Rötibrücke (beide Ebenen) deutliche Zunahmen verzeichnen, ist auf der Kreuzackerbrücke (-25%) und der Velobrücke (-6%) ein Rückgang des aarequerenden Zweiradverkehrs zu beobachten.
Auffällig ist nach wie vor der stetige Aufwärtstrend des Zweiradverkehrs über die Wengibrücke seit deren Schliessung für den MIV im Jahr 2008. Die gleichzeitige Abnahme des Zweiradaufkommens auf der Kreuzackerbrücke hielt bis 2015 an, zeigt einen Peak im Jahr 2020 und pendelt sich bei der diesjährigen Erhebung praktisch auf dem exakt gleichen Niveau ein wie 2015. Dem Peak bei der Zählung 2020 könnten somit pandemiebedingte Effekte zu Grunde liegen. Ein ähnlicher Effekt kann bei der Velobrücke beobachtet werden. Sowohl die Röti- als auch die Dreibeinskreuzbrücke zeigen steigende Zahlen. Es fällt auf, dass die obere Ebene der Rötibrücke wieder vermehrt mit Zweirädern befahren wird, d.h. die Anzahl Zweiräder hat sich in den letzten 5 Jahren fast verdoppelt.